
Ein sehr
positiver und inhaltsreicher Bericht zu einem Vortrag von Cordula Neuhaus ist in der
Nürtinger Zeitung erschienen.
Das Ziel die Bildung von Mythen über AD(H)S zu verhindern, scheint zumindest bei der Person des Berichterstatters erreicht worden zu sein:
Zunächst räumte Cordula Neuhaus mit dem Vorurteil auf, ADHS sei eine geistige Behinderung, ein Charakterfehler oder entstehe durch Erziehungsfehler beziehungsweise mangelnde Zuwendung der Eltern. Es sei auch nicht eine gutartige Störung des Kindesalters, da auch Erwachsene betroffen seien.
ebenso Verständnis zu schaffen:
Kinder mit ADHS müssten sich sehr stark disziplinieren und anstrengen, um nur halb so viel zu schaffen wie andere Kinder und seien in ihrer seelischen Entwicklung um bis zu 30 Prozent zurück.
Die Suchtgefährdung sei hoch, da Drogen eine Stimulanz darstellten, auf die ADHS-Betroffene besonders gut ansprächen. Andererseits seien gerade ADHS-Kinder sehr charmant, aufgeweckt, phantasievoll und kreativ. Sie hätten ein ausgeprägtes Gerechtigkeitsgefühl und seien vielseitig interessiert.
Sehr wichtig sei es, so Neuhaus, dass Eltern, Lehrer oder andere Bezugspersonen lernten, mit der Störung umzugehen und nicht gegen sie anzukämpfen. Aufklärung durch kompetente Ansprechpartner sei daher der erste Schritt. Daneben sei eine Therapie des Kindes, gekoppelt mit der Gabe eines Methylphenidat-Präparates, die erfolgversprechendste Methode.
Der gesamte
Artikel ist lesenswert und kann gut und gerne auch als Kurzerklärung zum Aufmerksamkeitsdefizit-Syndrom dienen.
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