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Fundsachen
Thursday, June 12. 2008
Die Meldung ist schon etwas älter, aber ich bin gerade erst darüber gestolpert. Unordentliche Haushalte stören Kindesentwicklung.
Hier besteht meiner Meinung mal wieder die Frage nach der Ursache und Wirkung. Sicher sind Enge, Lärm und ähnliche Einflüsse nicht unbedingt förderlich für die Kindesentwicklung, aber haben Kinder aus unordentlichen Haushalten stärkere Probleme Ordnung zu halten, weil sie eher von ADS belastet sind, weil auch ihre Eltern von ADS belastet sind?
Leider schweigt sich die Nachricht über die genauen Umstände der Studie aus, aber ich bezweifle doch irgendwie, das die einzelnen Zwillinge jeweils in Familien mit unterschiedlichem sozialen Hintergrund aufgewachsen sind.
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Besondere Menschen
Friday, September 29. 2006
Die Presse.com bringt in ihrer Rubrik Kultur & Medien ein Interview mit dem österreichischen Kabarettisten Gunkl (Günther Paal). Darin sagt dieser:
Die Frage drängt sich auf: Kennt der Kabarettist die TV-Serie „Monk“ über einen zwangsneurotischen Detektiv? Kurzes verlegenes Lächeln: „Ich versteh den eigentlich recht gut.“ Und er setzt noch eins drauf: „Als ich das erste Mal von Autismus gehört habe, hab ich mir gedacht: He, das ist doch eine Perspektive. Es gibt da dieses Aspergersyndrom. Das ist sozusagen Autismus light. Da ist ein Symptom von der Krankheit, dass man mit der Krankheit eigentlich ganz gut leben kann. Wie wenn ein Eskimo eine Kamelhaar-Allergie hat. Das stört den auch nicht. Und das Asperger-Syndrom – also ich glaub, da bin ich dabei. Da hab ich eine Clubkarte“.
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AS, Aus der Presse
Wednesday, January 25. 2006
Wird Autismus oder das Asperger Syndrom nicht in der Kindheit erkannt - und dazu gehören aufmerksame Eltern, ein aufmerksames Umfeld und erfahrene Ärzte - haben es die Betroffenen oft schwer noch im Erwachsenenalter eine Diagnose und in der Folge auch Hilfe zu erhalten.
An der Universität Rostock behebt eine Spezialsprechstunde nun diesen Mangel. Journal Med berichtet:
Autismus ist eine Krankheit, die zwar in aller Munde ist, für deren Diagnose und Behandlung aber vielfach die Erfahrungen fehlen. Seit einem Jahr wird am Universitätsklinikum Rostock eine Spezialsprechstunde zur Erkennung autistischer Störungen bei Erwachsenen angeboten. So etwas gibt es bundesweit an keinem anderen Universitätsklinikum. Entsprechend gut ist die Resonanz, Patienten kommen nicht nur aus MV, sondern auch aus Schleswig-Holstein, Hamburg, Brandenburg oder sogar Sachsen-Anhalt.
Um Ärzte der Region und darüber hinaus fit für die Autismus-Diagnose zu machen, werden regelmäßig Weiterbildungsveranstaltungen abgehalten. Die nächste findet am Mittwoch, 25. Januar 2005, am Zentrum für Nervenheilkunde statt. Unter anderem berichtet eine Autistin von ihren Erfahrungen mit der Krankheit. Im März startet in Rostock ein Forschungsprojekt, das neue Erkenntnisse über Autismus liefern soll.
Termin:
Vortrag: 25. Januar 2005, 15.30 Uhr Klinik und Poliklinik für Psychiatrie und Psychotherapie, Gehlsheimer Straße 20, 18147 Rostock
Referentin: Dr. Evelin Werner, Autismus-Ambulanz Region Rostock
via Aspieforum.
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Besondere Menschen
Tuesday, September 13. 2005
... listet diese Webseite auf.
In wie weit die Angaben zutreffend und überprüfbar sind, da es sich auch bei einem guten Anteil um Post-Mortem Diagnosen handelt, ist natürlich fraglich und diskutierbar, einige der Behauptungen können aber durchaus aus Berichten von Zeitzeugen herausgelesen werden.
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Aus der Presse
Tuesday, June 14. 2005

Ein sehr positiver und inhaltsreicher Bericht zu einem Vortrag von Cordula Neuhaus ist in der Nürtinger Zeitung erschienen.
Das Ziel die Bildung von Mythen über AD(H)S zu verhindern, scheint zumindest bei der Person des Berichterstatters erreicht worden zu sein:
Zunächst räumte Cordula Neuhaus mit dem Vorurteil auf, ADHS sei eine geistige Behinderung, ein Charakterfehler oder entstehe durch Erziehungsfehler beziehungsweise mangelnde Zuwendung der Eltern. Es sei auch nicht eine gutartige Störung des Kindesalters, da auch Erwachsene betroffen seien.
ebenso Verständnis zu schaffen:
Kinder mit ADHS müssten sich sehr stark disziplinieren und anstrengen, um nur halb so viel zu schaffen wie andere Kinder und seien in ihrer seelischen Entwicklung um bis zu 30 Prozent zurück.
Die Suchtgefährdung sei hoch, da Drogen eine Stimulanz darstellten, auf die ADHS-Betroffene besonders gut ansprächen. Andererseits seien gerade ADHS-Kinder sehr charmant, aufgeweckt, phantasievoll und kreativ. Sie hätten ein ausgeprägtes Gerechtigkeitsgefühl und seien vielseitig interessiert.
Sehr wichtig sei es, so Neuhaus, dass Eltern, Lehrer oder andere Bezugspersonen lernten, mit der Störung umzugehen und nicht gegen sie anzukämpfen. Aufklärung durch kompetente Ansprechpartner sei daher der erste Schritt. Daneben sei eine Therapie des Kindes, gekoppelt mit der Gabe eines Methylphenidat-Präparates, die erfolgversprechendste Methode.
Der gesamte Artikel ist lesenswert und kann gut und gerne auch als Kurzerklärung zum Aufmerksamkeitsdefizit-Syndrom dienen.
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Fundsachen: AS
Tuesday, June 14. 2005
Am 15. Juni 2005 findet ab 16.30 Uhr in der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie des Universitätsklinikums des Saarlandes ein Vortrag über den Verlauf autistischer Störungen von der Kindheit bis ins Erwachsenenalter statt.
Professor Dr. Fritz Poustka von der Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie in Frankfurt / Main, wird in seinem Gast-Vortrag am 15. Juni 2005 besonders den Verlauf autistischer Störungen vom Kindes- zum Erwachsenenalter betrachten.
Professor Poustka und seine Arbeitsgruppe forschen seit vielen Jahren zum Krankheitsbild des frühkindlichen Autismus und haben insbesondere die standardisierte Diagnostik der autistischen Erkrankungen für den deutschen Sprachraum zugängig gemacht.
Der frühkindliche Autismus und leichtere autistische Störungen wie das Asperger-Syndrom oder der atypische Autismus zeichnen sich durch qualitative Einschränkungen in den drei Bereichen: Soziale Interaktion, Kommunikation und Sprache und stereotypes und repetitives Verhalten aus. Die Erkrankung ist überwiegend genetisch bedingt. Die Einschränkungen der Kinder und Jugendlichen sind üblicherweise am stärksten im Vorschulalter ausgeprägt, bleiben aber in schwächerer Form dauerhaft bestehen.
Sie haben Fragen? Wenden Sie sich bitte an Dr. Christine Freitag, Wissenschaftliche Assistentin, Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie und Psychotherapie des Universitätsklinikums des Saarlandes, Homburg (Saar), Tel. (06841) 16-24388, Fax: (06841) 16-24397, E-Mail: christine.freitag@uniklinikum-saarland.de
Informationsdienst Wissenschaft e.V
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Fundsachen
Monday, June 13. 2005
Auch wenn es nicht zum Thema dieses Blogs gehört, möchte ich den Link hier verbloggen der mit heute zugeworfen wurde.
Da über Trisomie 21 scheinbar ebensoviel Unfug in die Welt gesetzt wurde und wird, wie über die diversen Erscheinungsformen von Autismus und AD(H)S, sehe ich die Betroffenen irgendwie als 'Friends and Family'...
Lange Zeit nahm man an, dass Kinder mit Down-Syndrom nicht sprechen, schreiben und lesen lernen können. Doch eine Hamburger Pädagogin ist da anderer Meinung.
Hier der Link zum Artikel bei BR-Online.
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Besondere Menschen
Friday, June 10. 2005
Wieder einmal zeigt sich, das (hyperaktive) ADSler gerade unter Spitzensportlern zu finden sein können.
US Schwimmstar Michael Phelps ist ein solches Beispiel.
Michael Phelps ist nicht gemacht für das Leben an Land. Er war ein, wie man sagt, schwieriges Kind, litt am Aufmerksamkeits-Defizit-Syndrom ADS und musste lange Zeit dagegen Medikamente schlucken. Es war eine unendliche Mühsal für Eltern und Lehrer, ihn durch die Schule zu schleusen. Selbstbewusstsein aus seinem Körper zu ziehen blieb ihm in den meisten Sportarten verwehrt. Er ist hyperflexibel in allen seinen Gelenken, weshalb seine Bewegungen auf eine groteske Art unkoordiniert wirken. Schon das Joggen bereitet ihm Probleme. Phelps läuft Gefahr, bei kleinsten Unebenheiten umzuknicken und seine Bänder zu schädigen. Doch im Wasser fügt sich eines zum anderen. Seine langen Arme und der lang gestreckte Oberkörper, der mit den erstaunlich kurzen Beinen gar nicht harmonieren will, werden im Becken zu seinen besten Waffen. Phelps verleiht seinen 1,93 m mit 88 kg eine Schnelligkeit, die ihn am 30. März 2001 über 200 m Schmetterling zum jüngsten Weltrekordler (1:54,92 Minuten) überhaupt machte. 15 Jahre und neun Monate war er damals alt. Inzwischen hat er 13 Weltrekorde aufgestellt.
stern.de
Interessanterweise engagiert sich Michael Phelps ausserhalb des Pools als Honorary Board Member of Pathfinders for Autism. Natürlich ein vornehmlich pressewirksames Engagement, aber wer mag wissen wieviel persönliche Erfahrung dahinter steckt?
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Fundsachen
Thursday, May 26. 2005
Manchmal denke ich ja, das es mich auch auf *genau diese Weise* auf die Erde verschlagen hat.
Könnte es beim nächsten Mal wenigstens ein passenderer Planet sein? Danke.
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Fundsachen: AS
Friday, May 6. 2005

Eine britische Autismus-Hilfsorganisation, die NSAAA - North Staffs Asperger/Autism Association, bemüht sich 5 Millionen Pfund zum Aufbau eines Versorgungs-Zentrums zusammenzutragen.
Leider fühlte sich keine staatliche Stelle bemüßigt auch nur ein müdes Pfund beizutragen. Als einziger Großspender zeigt sich bis dato Robbie Williams der gleich 60.000 Pfund einbrachte.
Da sag ich nur: Danke! Da ist mein Geld das ich für Robbie Williams CDs ausgegeben habe, gut angelegt.
via My Place
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Aus der Presse
Thursday, April 21. 2005
Im 'gelben Heft' der Kinder- und Jugend-Vorsorge Untersuchungen, ist nun auch AD(H)S aufgenommen worden. Mehr dazu beim Medblog
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Fundsachen
Wednesday, April 20. 2005
... ist man mit schnellen Diagnosen zur Hand. Und vor allem mit dem schnellen Abschieben von Betroffenen.
Das Stay Free! Magazine berichtete über überfüllte, australische Kinderkliniken, in die man Kinder mit Diagnosen wie AD(H)S eingewiesen hatte.
Wie es sich herausstellte, waren die meisten der dort eingewiesenen Kids vor allem durch ihr Schulversagen, und besonders ihrem Analphabetismus, traumatisiert. Sobald ihre Leseprobleme therapiert wurden, liessen auch die Verhaltensauffälligkeiten nach.
Da kann man den Ärzten nur zurufen: Think twice, look twice.
Via Julian und seinem Planet hds
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Aus der Presse
Tuesday, April 19. 2005
Es konnte nicht lange dauern, bis ein Thema das so in aller Munde ist wie AD(H)S, sei es ungläubig oder aufklärerisch, auch in die Kunstwelt einfliesst.
Ein Theaterstück das am Stuttgarter Staatsschauspiel inszeniert wird, zeichnet den Lebensweg einer AD(H)S-Frau nach, wie er typischer kaum sein könnte.
Leider kassiert die Inzenierung von Port nur eine durchwachsene Kritik.
Wer es selbst gesehen hat, kann sich hier gerne in den Kommentaren mit einer Kritik verewigen.
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Fundsachen
Monday, April 18. 2005

Das Asperger Syndrom, AD(H)S und Hochbegabung treffen nicht selten aufeinander. Und viel zu oft wird nur eines, oder gar keines davon erkannt und die Betroffenen fristen ein mitunter bitteres Dasein, jenseits ihrer Fähigkeiten und jenseits eines vernünftigen Selbstverständnisses.
Hochbegabung wird nicht erkannt weil man die Betroffenen entweder von vorneherein als dumm abstempelt, weil ihnen soziale und verbale Fähigkeiten in aussreichendem Maße fehlen. Oder weil sie zu nervös, zu agressiv, zu störend sind, so das man sie nur auf einer Sonderschule beschulbar hält.
Wird eine Hochbegabung erkannt, heißt es oft "Das ist eben so. Das ist ein schlaues Kerlchen, die sind eben komisch..." spezielles Training und Therapien, die die Probleme lindern könnten... Fehlanzeige.
Ganz besonders dramatisch spitzt sich das ganze zu, wenn es sich um ein Mädchen oder eine Frau handelt. Unter anderem weil das alte Rollenbild doch sehr fest sitzt und Hochbegabung eher bei Jungen gefördert wird. Aber auch, weil die meisten Mediziner, Erzieher oder Lehrer, noch an das Märchen glauben, das Mädchen weniger von Autismus oder AD(H)S betroffen seien als Jungen. Weil man ihre Art die Symptome auszudrücken zu leicht übersieht oder abtut...
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Besondere Menschen
Thursday, April 14. 2005
Michael Wright ist Basketball-Profi.
Michael Wright hat AD(H)S.
Beides zusammen brachte ihm nun eine Sperre für 12 Spiele ein.
Der 2,02 Meter-Mann spielt seit Beginn der Saison bei Alba Berlin als Stürmer. Davor hat er eine internationale Karriere absolviert die sich sehen lassen kann.
Bisher war seine neurologische Besonderheit kein Hindernis ... bisher.
Michael Wrigth hatte bei der Doping-Kontrolle das Attest seiner Ärzte über die Behandlung mit Methylphenidat beigelegt. - Wie immer -
Nur reichte das diesmal nicht. Die Medikamentengabe hätte vor Beginn der Saison per Sonder-Genehmigung sanktioniert werden müssen.
Leider hatte die Nationale Anti-Doping-Agentur (Nada) versäumt den Verein darüber zu informieren....
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