Geschrieben von Mela in
Erfahrungen
Dienstag, 1. Januar 2008
Normalerweise gönne ich mir zwischen dem 24.12. und dem 01.01. eine Art geistige Totalabschaltung. Einmal muss das Familienfest am 24. sowieso verdaut werden, dann weigert sich Körper und Geist meist in dieser Zeit aktiv zu sein, also ist es besser sich offiziell totales Rumschluffen zu genehmigen und die produktivitätsbefreite Zeit einfach so hinzunehmen. Mit gutem Gewissen nur flach auf dem Rücken rumliegen und toten Mann spielen.
Normalerweise nehme ich in der Zeit dann auch kein Medikinet und wodurch mein Hirn es dann sowieso nicht mal mehr auf Betriebstemperatur schafft.
Dieses Jahr konnte ich mir das Rumschluffen nicht leisten. Ein Buchprojekt will für den Verlagstermin Mitte Januar fertig vorbereitet werden, ein anderes harrt dringend einem Probekapitel.
Natürlich sträubte sich Geist und Körper gegen den Entzug des Jahresendruhe. Medikinet wollte nicht recht wirken, ich schlief unruhig.. aber der Hammer sollte folgen.
Einkaufen zwischen den Jahren ist ja selbst für Durchschnittsmenschen kein sonderlich schönes Erlebnis. Bekommt man nun aber mitten im dichtesten Trubel den absoluten Kreativitätsflash wird es wild. In Aspie-Begriffen ausgedrückt: Innerer Overload, plus äusserer Overload.
Das ganze ergibt eine Person die mitten im Strom der Menschen steht und ihre Notizen manisch ins Handy hackt - Frau kennt sich ja und weiss das die ganzen Gedanken bis Zuhause rettungslos vergessen sind - und im Anschluß eine ganz furchtbare geistige Erschöpfung.
Ein Ausschalter zur rechten Zeit. Das wär was...
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