Eine Lektion die eigentlich alle von ADS oder dem Asperger-Syndrom betroffnen erlernen müssen ist rechtzeitig die Notbremse zu ziehen oder schwerer noch: Zu erkennen wann die Notbremse gezogen werden muß.
Während die hyperaktiven ADHSler geradezu vor Energie brodeln und man einige von ihnen wie einen Hamster ins Laufrad sperren könnte, damit sie die auch loswerden, liegt die Kraft der hypoaktiven ADSler in der Ruhe. Und gerade AS-Betroffene wird durch äussere Umstände immer wieder Kraft abgezogen. Ganz normale soziale Situationen - vom Zusammensein mit Freunden, bis hin zur Geschäftspost, müssen weise dosiert und ausbalanciert werden um nicht früher oder später in einem tiefen Energieloch zu sitzen.
Im Moment sitze ich in einem solchen Energieloch und muß rückblickend ganz ehrlich sagen das der Sommer einfach too much für mich war. Durch die Eigenproduktion unseres
ersten Buchs, hat dieses weit mehr Energien verschlungen als geplant war, oder als meine Co-Autorin und ich jemals hätten absehen können. Das zehrte an den Energien fürs zweite Buch, das zu der Zeit schon scharrend in den Startlöchern wartete.
Extrem kräftezehrend auch die ganzen Emails die nach Erscheinen des Buchs geschrieben werden wollten. Ja
normalen Menschen fällt sowas leicht, wird quasi nebenher erledigt. Hier bei mir ist jede Mail eine Art Energieblutspende. Ein halber Liter pro Mail und nach 6 davon fühle ich mich schon ziemlich blutleer, erledigt.
Dazu kam dann noch die Informatica Feminale. Eigentlich fühlte ich mich schon im Vorfeld überfordert, aber ich fand es unfein zwei oder drei Wochen vor dem Start abzusagen und meinen ganzen Kurs ins Wasser fallen zu lassen. (Ganz abgesehen davon das ich im nächsten Jahr natürlich auch gerne dabei wäre und eine kurzfristige Absage die Chancen auf ein nächstes Mal nicht gerade eben erhöht..)
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