In den letzten Tagen arbeite ich meist im Hauptlesesaal der
Badischen Landesbibliothek. Dies hat mehrere Gründe.. neben der Verfügbarkeit von unendlich viel Nachschlagewerken wäre da die innere Strukturierung. Arbeitet man rein zu Hause ist es schwer zwischen Arbeit und dem Rest zu trennen, man hat nur den definierten Arbeitsbeginn den man sich setzt, aber ob man diesen bei den ganzen Ablenkungen auch einhält steht auf einem anderen Blatt. Die vertraute Umgebung bietet zu viel Möglichkeiten etwas anderes zu tun als die Arbeit.
Gehe ich dagegen in die BLB, habe ich mit Ankunft quasi einen definierten 'Arbeitsanfang' mein Hirn schaltet um und ich kann mich besser fokussieren.
Mein Hirn arbeitet nicht gegen MPH an, in dem es trotz allem jede nur mögliche Ablenkung nutzt, sondern es zieht mit dem Medikament an einem Strang. Jedenfalls kann ich mich dort an den meisten Tagen besser konzentrieren als anderswo.
Heute nun bemerkte ich beim Verlassen der BLB das ich richtig gut gelaunt war. Fünf Stunden lang sassen um mich herum lauter Menschen die genau das gleiche wie ich taten. Die still vor sich hinarbeiteten, vergraben hinter tonnenweise Büchern, Taschenrechnern, Laptops und Papierstapeln. Es ist angenehm ruhig und die Kommunikation beschränkt sich auf kurze Bitten doch mal auf den Kram des Nebenmannes aufzupassen, wenn der zum Klo muß.
Irgendwie macht es auf
diese Weise echt Spaß unter Menschen zu sein...
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