Geschrieben von Mela in
Fundsachen
Donnerstag, 26. Mai 2005
Manchmal denke ich ja, das es mich auch auf *genau diese Weise* auf die Erde verschlagen hat.
Könnte es beim nächsten Mal wenigstens ein passenderer Planet sein? Danke.
Geschrieben von Mela in
Erfahrungen
Montag, 23. Mai 2005
Eigentlich hatte ich dieses Blog vor allem angelegt um den Fortgang (oder nicht Fortgang) meiner eigenen Therapie zu dokumentieren. Ein Ziel das ich mit der Zeit scheinbar immer mehr aus den Augen verloren hatte.
Daher versuche ich den bisherigen Weg noch einmal zu skizzieren:
Im letzten August begab ich mich zu einem Arzt mit 20 Jahren Erfahrung in der Behandlung von AD(H)S in Therapie. Die medikamentöse Seite wurde mit Edronax begonnen. Ein Erfolg war nicht zu ermessen. Die negativen Nebenwirkungen kamen zwar nicht so geballt wie seinerzeits bei SSRI, aber sie waren da: Antriebslosigkeit, Phantasielosigkeit, mangelnde Libido, allgemeines Gedämpft-Fühlen und keinerlei antidepressive Wirkung.
Danach gab es Ritalin: Wirkung vorhanden, aber die Einnahme war nicht so super. Ohne äußere Struktur rutschte ich in eine beständige Achterbahn von An- und Abfluten der Wirkung, die sich nicht wirklich gut auf Körper und Geist auswirkte. Tagesdosis ging damals bis 60mg/Tag. Es folgte der erste Versuch mit einem Retard-Präperat. Concerta in der 54mg Form.
Bei Concerta war der Wirkstoffspiegel zwar gleichmäßig, danach kam aber Abends der große Rebound-Hammer und ich fühlte mich nach Abflauen des Wirkstoffs eher wie Gemüse als wie ein denkendes Wesen. Konzentration war nach Abflauen allenfalls in mikroskopischen Dosen zu finden.
Zudem schien der Wirkstoffspiegel auch wieder zu gering um andere Erscheinungen von AD(H)S zu dämpfen, z.B. das PMS.
Anschließend der erste Versuch mit Medikinet Retard. Trotz Dosis bis 50mg/Tag blieben Schusseligkeit und andere unangenehme Effekte der AD(H)S bis zu einem unangenehm großen Grad vorhanden.
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Geschrieben von Mela in
Allgemein
Sonntag, 15. Mai 2005
..dann fällt dir es ganz leicht. ...dann geht die Angst weg.
Wie oft hat jeder der unter Phobien gleich welcher Art leidet diese Sätze schon gehört? Gepaart mit 'Du mußt dich einfach mal überwinden'? Wie oft, hat alleine ein solcher Satz schon für Schweißausbrüche oder Schlimmeres gesorgt?
Und wie ignorant muß man eigentlich sein, um es tatsächlich zu glauben? Oder wie effektiv muß man sich belügen das es einem selbst 'so toll' geholfen habe?
Im Dezember 2003/Januar 2004 mußte ich mich der Standard-Behandlung für einen Hörsturz mit darauf folgendem Tinnitus unterziehen. Diese sieht (noch) vor, blutverdünnende Medikamente täglich per Infusion zu verabreichen. Basierend auf der Annahme ein Hörsturz/Tinnitus sei eine Art 'Mikroinfarkt', also eine Verstopfung der feinen Blutgefäße des Innenohres.
Eine Theorie die so langsam in den USA ihre Anhänger verliert, da alle bildgebenden Untersuchungsmethoden, sie nicht stützen können. Dort verlegt man sich drauf, die Patienten aus dem Alltagsstreß herauszunehmen und ihnen einige Tage völlige Ruhe zu gönnen. Eine Methode die keine schlechtere Erfolgsquote hat, als das Vollpumpen mit Blutverdünnern.
Über mehr als zwei Wochen trat ich also täglich beim HNO-Arzt an und ließ mir eine Kanüle in den Arm oder die Hand stecken.
Traumatisch für einen Nadelphobiker, aber immerhin erfüllte ich die Forderung aller Heilsjünger, die das 'immer wieder machen' predigen....
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Geschrieben von Mela in
ADS
Dienstag, 10. Mai 2005
Initiiert von der Psychologischen Beratungsstelle des Landkreises Karlsruhe findet im Juni/Juli eine Vortragsreihe zu diesem Thema statt:
Karlsruhe - Aufmerksamkeitsdefizitstörung mit und ohne Hyperaktivität
(ADHS/ADS): Ein oft kontrovers diskutiertes Thema. Kinder mit ADHS
wirken zerstreut, vergesslich, leicht ablenkbar und zappelig. Sie
können nicht still sitzen und ecken durch ihr Verhalten in ihrem
sozialen Umfeld an. Um betroffene Eltern zu unterstützen, bietet die
Psychologische Beratungsstelle des Landkreises Karlsruhe eine
Vortragsreihe rund um das Thema an. Der Auftaktvortrag am Donnerstag,
2. Juni, befasst sich mit "Definition, Entstehung und Diagnose".
Ebenfalls am Donnerstag, 16. Juni, geht es um die "Medikamentöse und
psychotherapeutische Behandlung", der letzte Vortrag zwei Wochen später
hat "Unruhige Kinder aus pädagogischer und systematischer Sicht" zum
Thema. Die Veranstaltungen beginnen jeweils um 19 Uhr in den Räumen der
Psychologischen Beratungsstelle in Graben-Neudorf. Die Teilnahme ist
kostenfrei, dennoch ist eine Anmeldung erforderlich unter Telefon
07255/76020 oder per E-Mail pb.graben-neudorf@landratsamt-karlsruhe.de.
(ps/tdw)
Quelle: Ka-News
Geschrieben von Mela in
AS
Dienstag, 10. Mai 2005
Das Walla Walla Union-Bulletin (Nein der Name ist kein Scherz) bringt einen Artikel über ein spezielles Training der Polizei von Milton-Freewater.
In dem Workshop erfahren die Polizisten unter anderem das Sirenen, Blaulichter aber auch Körpergerüche bei Autisten eine sensorische Überlastung auslösen können. Sie erfahren ebenfalls in welchen Situationen ein Autist mit der Polizei in Kontakt geraten kann, oder gar ohne Unrechtsbewusstsein straffällig wird.
Wäre eigentlich zu hoffen das es hier mal ähnliche Programme gibt...
Geschrieben von Mela in
Gesellschaft
Samstag, 7. Mai 2005
Vermessene Frage? Antwort: Vielleicht. Vermutlich nicht genug.
Sicherlich, ich blogge nicht über die Zustände im Irak, Iran, Tschetschenien, Afghanistan, USA oder nicht einmal über Laternenpfähle die uns besseres Benehmen beibringen sollen.
Aber doch über die ganz kleinen Verletzungen des Menschenrechts im Alltags.
Sei es das es nicht vorgesehen war Behinderte ins Antidiskriminierungsgesetz aufzunehmen, obwohl es, wie man es in Asperger- oder ADS-Foren und Mailinglisten immer wieder sieht, andauernd zu Diskriminierungen durch Schulen oder Behörden kommt.
Sei es, das zum Beispiel immer noch versucht wird Gehörlose auf links zu drehen, aus ihnen quasi unauffällige Gehörlose zu machen in dem man ihnen Cochleaimplantate aufnötigt oder bis in die 90er Jahre hinein versuchte ihre eigene Sprache DGS zu torpedieren - in dem man zum Beispiel DGS an Gehörlosenschulen verbat und rein lautsprachlich unterrichtete.
Oder sei es das Behinderte egal welcher Behinderungsart gezwungen werden den öffentlichen Schulen fernzubleiben und eine qualitativ minderwertige Ausbildung auf einer Behindertenschule in Kauf zu nehmen.
Unser Land hat noch viel zu lernen, was die Umsetzung von Artikel 3 des Grundgesetzes angeht. Bloggen wir drüber.
via Netzpolitik
Geschrieben von Mela in
Allgemein
Samstag, 7. Mai 2005
Nun gibt es auch ein Mela- Zweitblog, mit etwas allgemeineren Themen.
Viel Spaß beim Lesen.
Geschrieben von Mela in
Fundsachen: AS
Freitag, 6. Mai 2005

Eine britische Autismus-Hilfsorganisation, die NSAAA - North Staffs Asperger/Autism Association, bemüht sich 5 Millionen Pfund zum Aufbau eines Versorgungs-Zentrums zusammenzutragen.
Leider fühlte sich keine staatliche Stelle bemüßigt auch nur ein müdes Pfund beizutragen. Als einziger Großspender zeigt sich bis dato Robbie Williams der gleich 60.000 Pfund einbrachte.
Da sag ich nur: Danke! Da ist mein Geld das ich für Robbie Williams CDs ausgegeben habe, gut angelegt.
via My Place
Geschrieben von Mela in
Erfahrungen
Mittwoch, 4. Mai 2005
Hören, Sprechen und Ich.
Eine Never-Ending Story mit vielen Mißverständnissen und Fallstricken.
Schon häufiger hatte ich den Eindruck, das mit meinem Gehirn weitgehend alles in Ordnung ist. Die Gedanken, Vorhaben, Bilder die dort entstehen scheinen mitunter so glasklar, so perfekt, so wunderbar und beruhigend. Die Probleme beginnen vor allem dann, wenn meine Gedanken, die Worte oder Bilder aus meinem Hirn herauswollen. Oder Informationen in es hinein.
Dann auf einmal scheint es diesen Knoten zwischen Hirn und Mund, Ohr und Hirn oder Hirn und Extremitäten zu geben. Oder auch eine Art Korken, der mal fester und mal lockerer sitzt.
Dann entsteht eine mässige und vermurkste Zeichnung, weil die Hand dem Bild im Kopf nicht folgen kann. Oder ich renne gegen die Tür, weil die Information das der Abstand zu gering ist, von meinen Extremitäten nicht oder nur unvollständig umgesetzt wird.
Am schlimmsten sind aber die Knoten, die das verbale System betreffen...
"Von der verflixten Verarbeitung verbaler Informationen" vollständig lesen
Geschrieben von Mela in
Buchhinweise
Dienstag, 3. Mai 2005
Christopher Boones Alltag besteht aus kleinen Ritualen und Marotten, wie dem Zählen von allen möglichen Dingen in seiner Umgebung oder dem Einfärben von gelben und braunen Lebensmitteln, damit er sie essen kann. Auch was er mag ist fein säuberlich definiert – Hunde, Primzahlen, Polizisten – ebenso wie Dinge die er ablehnt – Menschen die schreien, Witze oder angefasst werden.
Christopher Boone ist Asperger Autist, einseitig hochbegabt und von der Außenwelt deutlich überfordert. Sein Leben gerät aus den normalen Bahnen, als der Hund der Nachbarin mit einer Mistgabel erstochen wird. Zuerst verdächtigt die Polizei ihn, da er mit dem toten Hund in den Armen aufgefunden wird. Doch, von diesem Verdacht befreit, geht Christopher, mit den analytischen Methoden eines autistischen Geistes, auf die Suche nach dem Täter und muß feststellen das der Tod des Hundes viel mit seinem eigenen Leben und dem, zwei Jahre zurückliegenden, Tod seiner Mutter zu tun hat.
Mark Haddon, versucht in ' Supergute Tage oder die sonderbare Welt des Christopher Boone' (original ' The Curious Incident of the Dog in the Night-Time'), die Gedanken- und Gefühlswelt eines Asperger Autisten begreiflich zu machen. Hoch gelobt und dennoch nur mit durchschnittlichem Erfolg. Leider führt er jedes gängige Klischee über vom Asperger-Syndrom betroffene Menschen in einer Figur zusammen, so daß Christopher Boone, nach einer Kurzbeschreibung der typischen Charakteristika erschaffen worden zu sein scheint...
"Supergute Tage" vollständig lesen
Geschrieben von Mela in
Allgemein
Montag, 2. Mai 2005
Auf Leserwunsch gibt es die Ratte aus der Sendung mit der Ratte nun auch auf Shirts:
Mehr Variationen hier oder auf Anfrage.
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