Nicht für fünf Minuten ToleranzComments
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#1
on
2005-08-10 18:19
In der Nähe ist ein sehr preisgünstiges Schwimmbad, wo wir für 50 Cent duschen konnten. Dort hatte man dann etwas mehr Privatsspähre.
#2
on
2005-08-10 19:21
ich habe nach der Diskussion über IT-Vergewaltigungen im GBE-Forum noch ein wenig auf Deiner HP rumgestöbert und diesen Text hier gefunden. Ich muß sagen, ich bin empört! Du kennst mich als Spieler von Ra aus dem Kosmischen Zentrum, also gleich von gegenüber. An jenem besagten Dienstag war ich derjenige, der in die Dusche kam. Ich war derjenige, dem ein "Moment, bitte!" entgegengerufen wurde -während der öffentlichen Gemischt-Dusch-Zeiten-, dem ich mit einem verblüfften und nicht rüden "Moment was?" begegnete. Zu dem Zeitpunkt wußte niemand, daß es sich um ein "1 Männchen, 1 Weibchen" handelte, denn ich sah nur den Kopf Deines männlichen Begleiters, der kein Wort über Deine Anwesenheit fallen ließ. Also ging ich von einem "er" und nicht mehr aus - denn wenn ein Männchen Scham bei der Präsentation seines Körpers empfindet -wovon ich ausging-, dann wohl sicher auch vor etwaigen Weibchen! Wir wollten duschen, wir hatten noch einen Einkauf vor und wollten an diesem Tag auch noch spielen. Wenn die Dusche voll ist, dann haben wir eben Pech gehabt. Aber wenn jemand Privatsphäre unangekündigt einfordert -und nicht mal im nachhinein erklärt-, an einem Ort, der der gesamten Spielerschaft zur Körperpflege zur Verfügung steht, dann finde ich es unverschämt, wenn eine gewisse Verstimmung unter den Wartenden, die nicht wußten, was los ist, derartig verurteilt wird. Das hat nichts mehr mit Toleranz zu tun - die hätten wir einer großen Unverschämtheit gegenüber aufbringen müssen. Toleranz kann man Umständen gegenüber zeigen, die einem vorgebracht wurden. Ich kann mich nicht erinnern im nachhinein zu einem Gespräch über eben jenem Umstand aufgefordert worden zu sein. Wenn Du Verhalten verurteilen willst, dann nicht das Verhalten, das einfach nur den normalen Gang zur Dusche zum Inhalt hat. Denn ein "Recht an einer Grundvoraussetzung meines Wohlbefindens" hat keiner von uns. Rücksicht, ja, aber nur wenn man weiß, worauf Rücksicht genommen werden soll. Für alles andere müßte ich meine Kristallkugel befragen! Ein Wort der Aufklärung hätte Dir viele Tränen erspart und uns das Warten wohl einfacher gemacht. So mußtest Du eben da durch, aber Beschwerden und Beklagen sind meiner Meinung nach ungerechtfertigt. Beste Grüße Masin
#3
on
2005-08-10 22:12
Es gibt 1000 Gründe aus denen man nicht von fremden Menschen nackt gesehen werden möchte und die meisten davon - solange sie nicht hochansteckend sind - gehen auch niemanden etwas an, ausser den Betroffenen selbst und eventuell ihre Partner oder behandelnde Ärzte. Das beginnt bei kulturellen Unterschieden und geht hin bis zu körperlichen Verwachsungen. Ich verwahre mich dagegen für 2 Minuten Wartezeit mein Seelenleben vor vollkommen Fremden entblößen zu müssen. Was als nächstes? Soll ich mir ein Schild umhängen? Oder mit Edding auf der Stirn notieren was Sache ist? Toleranz und Rücksichtnahme sollte selbstverständlich sein. Ohne Bringschuld derer die um Rücksicht bitten. wenn Du verurteilst, mußt Du damit rechnen, daß es Menschen gibt, die sich das nicht bieten lassen wollen. Wenn jemand einen guten Grund hat, nicht entblößt vor Fremden umherzutanzen, dann hat diese Person sich nicht zu entblößen oder für einen entsprechenden Freiraum zu sorgen - was aber auch beinhaltet zu erklären, warum deswegen anderen Rechte vorenthalten werden, oder zumindest Betroffene darüber aufklären, daß eben jetzt bitte darauf Rücksicht genommen werden möge. Rücksicht auf religiös oder physisch verursachten Zwang zu abnormen Verhalten -ganz nüchtern im wissenschaftlichen Sinne, mit "normalen Verhalten" in der Bedeutung von "Verhalten der lokalen Mehrheit" und abnormen Verhalten eben abweichend davon- setzt Kenntnis durch die Rücksichtnehmenden voraus, die ansonsten selbstverständlich normgerechtes Verhalten voraussetzen. Vorurteile dienen dazu, unser Leben überschaubar einfach zu halten, da beständige Umsicht abnorme Umstände betreffend eine Vergeudung wichtiger mentaler Ressourcen darstellt. Vorurteile sind wichtig und bilden die Grundlage unseres Handelns. Vorurteile sind gefährlich, wenn der Einzelfall keine Berücksichtigung findet. Aber der Einzelfall hat eben diese Berücksichtigung einzufordern! Wir können unser Handeln Einzelfällen anpassen und sind auch dazu bereit. Dein Seelenleben interessiert vermutlich herzlich wenig Leute und vermutlich bist Du damit auch ganz glücklich. Aber Deine Empfindlichkeit ist wichtig. Die war aber niemanden der Wartenden bekannt und konnte nur vermutet werden. Vermutungen sind aber ganz schlechte Grundlagen, auf denen man Entscheidungen treffen sollte. Wenn Du nicht in der Lage oder bereit bist, das Informationsdefizit zu beseitigen, dann mußt Du mit Aktionen und Reaktionen auf Basis dieses Informationsdefizites rechnen. Das geht jedem von uns so, und erfordert von jedem von uns, daß wir mit den Menschen in unserer Umwelt kommunizieren. Du hast diesen Schritt unterlassen und forderst dennoch ein, daß wir so handelten, als hättest Du es getan. Ein einfacher Zettel an der Tür hätte uns gereicht. Wenn Dir das nicht paßt, dann mußt Du mit der SL reden, daß sie Dir gesonderte Duschmöglichkeit zur Verfügung stellt, z.B. vor 11 Uhr oder nach 17 Uhr. Einen Gemeinschaftsbereich derart ohne Rücksprache umzufunktionieren ist eine ungerechte Behandlung derer, die eine der beabsichtigten Verwendung dieses Gemeinschaftbereiches angemessene Funktion erwarten - und auch das Recht darauf haben! Die Bereitschaft zu Toleranz und Rücksicht ist durchaus vorhanden. Aber sie gehört angemessen eingefordert. Ihr habt sie zwar eingefordert, aber angemessen ist anders! Wenn die ganze Welt Dir sagt, daß die Art und Weise unangebracht war, dann kannst Du wohl schlecht drauf pochen, daß Deine Sicht der Dinge die einzig richtige ist. Und ich bin mir sicher, daß die Mehrheit mir recht gäbe in meiner Darstellung. Beste Grüße Masin
#3.1.1
on
2005-08-10 23:29
auch ich war auf dem GBE6 und ich habe Deine Situation durchaus vor Augen. Nicht nur weil ich sie mir vorstellen kann, sondern da ich bei der Truppe dabei war, die an besagtem Tag duschen wollte. Es tut mir erstmal leid, dass das bei Dir so angekommen ist, doch verwundert mich Deine Reaktion sowohl an dem besagte Tag als nun in diesem Netz überaus. Ich möchte keinerlei Zwist zwischen uns heraufbeschwören, aber diese Art der Kommunikation, sofern es noch als solche zu bewerten ist, denn ich bin ja nur durch Zufall auf deine Worte gestoßen, finde ich nicht gerade nett. Gründe: Ich war erst das zweite Mal auf einem Con, doch habe ich beide Male gesehen, dass das mit der Privatsphäre nur in Räumen möglich ist, die ich mir selbst schaffen kann. In diesem Fall waren das Zelte, die Wiesen ein wenig abseits und der Wald... in keinem Fall aber alle Bereiche die von uns Spielern gemeinschaftlich genutzt wurden: Duschen, Toiletten und auch der Abwaschhahn vor der kleinen Blockhütte, wie ich beim Abwaschen immer wieder feststellen durfte... "Nimm mal Deinen Abwasch da weg, ich will mir jetzt die Hände waschen" Das fand ich schon dreist... Aber zurück zu den Duschen: Bei meiner Ankunft in Grimboldseck wurde mir gesagt, wie das mit den Duschzeiten zu verstehen ist... wir waren unheimlich viele Leute, die alle etwas Zeit unter den Duschen verbringen wollten. Die Zeiten gaben allerdings nicht her, dass ich das a) eine halbe Stunde lang tun konnte; b) mir meine Mitduscher aussuchen konnte. Egal also zu welchen Zeiten musste man annehmen nicht allein unter den Duschen zu stehen. Dein Bedürfnis dies dennoch tun zu wollen, kann ich durchaus verstehen, aber nicht unterstützen... Ich bin wirklich schokiert in diesem Netz Deine Worte zu lesen... Wir wußten nichts von Eurem Umstand... ein Zettel - ein SL - ein erklärendes Wort in dem Moment hätten uns anders reagieren lassen. Nein, wir hätten es nicht verstanden, aber akzeptiert. Wir waren in lustiger Runde unterwegs und haben gewitzelt - es war nicht ernst gemeint und es war nicht verletzend gedacht - es war Zeitvertreib für eine Wartezeit, die uns unerklärlich schien. Mir fehlen echt die Worte... Ich habe eine Ewigkeit draußen auf meine Mitspieler gewartet und Du hast draußen gesessen, DU hattest die Möglichkeit es mir zu erklären, Du hattest die Möglichkeit mich anzuschreien zur Schnecke zu machen oder wie auch immer zu reagieren. Aber diese Art der Noncommunication die Du hier wählst, finde ich mehr als erschreckend. Ich kann mich in diesem Sinne nur den anderen anschließen und sagen: LARP ist kein Auffangbecken für psychisch scheinbar nicht stabile Leute, die nicht gelernt haben Wünsche und Kritiken verbal in angemessener Form und angemessener Zeit auszudrücken sowie sich jegliche Worte zu Herzen zu nehmen und Spötteleien, die nicht ernst gemeint sind mehr als ernst zu nehmen. Auf einem Con muss man sich einschränken können, man muss damit rechnen in Ausnahmesituationen gebracht zu werden und damit zu arbeiten - entweder tatsächlich IT (hier bitte immer sehen, dass der Mensch IT anders sein kann als OT und diese beide Sachen unbedingt trennen) oder eben indem man ganz klar sagt "STOP", weil... Das Weil ist wichtig... Ich hoffe, wir können in einer anderen Form mal darüber reden, denn die jetzige finde ich immer noch unangebracht, verletzend und unzureichend. ES TUT MIR LEID, WIE DAS BEI DIR ANGEKOMMEN IST. VG Katja
#4
on
2005-08-10 22:44
Ich war erst das zweite Mal auf einem Con, doch habe ich beide Male gesehen, dass das mit der Privatsphäre nur in Räumen möglich ist, die ich mir selbst schaffen kann. In diesem Fall waren das Zelte, die Wiesen ein wenig abseits und der Wald... in keinem Fall aber alle Bereiche die von uns Spielern gemeinschaftlich genutzt wurden: Duschen, Toiletten und auch der Abwaschhahn vor der kleinen Blockhütte, wie ich beim Abwaschen immer wieder feststellen durfte... "Nimm mal Deinen Abwasch da weg, ich will mir jetzt die Hände waschen" Das fand ich schon dreist... Ohne Frage kann ich deine Gefühle nachvollziehen. Aber die Tatsache das es Rücksichtslosigkeit überall dort gibt, wo viele Menschen zusammenkommen, ist kein Persilschein für generelle Rücksichtslosigkeit. 'Das ist eben so' ist kein gültiges Argument. Wir wußten nichts von Eurem Umstand... ein Zettel - ein SL - ein erklärendes Wort in dem Moment hätten uns anders reagieren lassen. Nein, wir hätten es nicht verstanden, aber akzeptiert. Wir waren in lustiger Runde unterwegs und haben gewitzelt - es war nicht ernst gemeint und es war nicht verletzend gedacht - es war Zeitvertreib für eine Wartezeit, die uns unerklärlich schien. "Hier sind Leute für die das ein Problem ist." ist kein erklärendes Wort? Und ich weiss sehr wohl wie Gruppendynamik verläuft. Das ist aber eher traurig als entschuldigend, sich davon mitreißen zu lassen. Ich habe eine Ewigkeit draußen auf meine Mitspieler gewartet und Du hast draußen gesessen, DU hattest die Möglichkeit es mir zu erklären, Du hattest die Möglichkeit mich anzuschreien zur Schnecke zu machen oder wie auch immer zu reagieren. Aber diese Art der Noncommunication die Du hier wählst, finde ich mehr als erschreckend. Ich wähle keine Noncommunication. Ich schreibe Dinge nieder die mir geschehen, die mich in irgendeiner Form beschäftigen und veröffentliche sie hier. Regelmäßig seit über einem Jahr. Das ist mein gutes Recht. Dieses Blog ist privat, persönlich, subjektiv. Es muß niemand lesen. Es wurden keine Namen erwähnt. Es wird somit niemand persönlich angeprangert. Wer sich getroffen fühlen will, tut das. Ich habe den Artikel direkt noch am gleichen Abend niedergeschrieben, um das Gefühl, das Erlebte, aus dem Hirn und Herzen zu bekommen und weitergehen zu können. Verurteile mich dafür, wenn du willst, aber ich werde das Urteil nicht annehmen. Das hier bin ich, Punkt. Ich kann mich in diesem Sinne nur den anderen anschließen und sagen: LARP ist kein Auffangbecken für psychisch scheinbar nicht stabile Leute, die nicht gelernt haben Wünsche und Kritiken verbal in angemessener Form und angemessener Zeit auszudrücken sowie sich jegliche Worte zu Herzen zu nehmen und Spötteleien, die nicht ernst gemeint sind mehr als ernst zu nehmen. Auf einem Con muss man sich einschränken können, man muss damit rechnen in Ausnahmesituationen gebracht zu werden und damit zu arbeiten - entweder tatsächlich IT (hier bitte immer sehen, dass der Mensch IT anders sein kann als OT und diese beide Sachen unbedingt trennen) oder eben indem man ganz klar sagt "STOP", weil... Das Weil ist wichtig... LARP ist ganz genau ein Auffangbecken für psychisch nicht stabile Leute. Aber das wäre ein eigener - natürlich auch von einer subjektiven Meinung gefärbter - Artikel. Wo ich im LARP auch hinsehe, sehr ich Leute mit Problemen mit sich selbst und ihrer Umwelt. Ich würde mein letztes Hemd darauf verwetten, das mindestens 70% der LARPer wenigstens ein mangelndes Selbstbewußtsein zu kompensieren haben. Anders sind die vielen 'Bin ich nicht toll?'-Charaktere und Plots auch gar nicht zu erklären. Alleine schon wer eine blühende Phantasie besitzt, bewegt sich ausserhalb der Norm. Wer normale Spieler will, wird sich mit einer ziemlich leeren Veranstaltung zufriedengeben müssen (Oder mit einer Veranstaltung voller Spieler, die sich ihrer Probleme sehr unbewusst sind. Und nicht die bekannten Probleme sind ein Problem, sondern solche die man verdrängt hat, oder die man nicht erkennt). Auch die Forderung aus dem Forum, dass Menschen mit zurückliegenden Traumata bitte doch LARPs fernbleiben sollen, finde ich zutiefst zynisch und menschenverachtend. Denn das Schlimmste an einem Trauma ist, das es einem wieder und wieder das normale Leben schwierig bis unmöglich macht. Das andere Menschen einem verbieten wollen, in die Normalität zurückzukehren, sich kleine Freuden zu erlauben - wie LARP eine ist - ist.. auch wenn ich in Gefahr laufe mich zu wiederholen.. Menschenverachtend. Ich hoffe, wir können in einer anderen Form mal darüber reden, denn die jetzige finde ich immer noch unangebracht, verletzend und unzureichend. Ich rede nicht darüber. Ich habe einen Bericht geschrieben, wie er an dem Abend direkt aus mir heraus kam. Ich habe dich nicht gezwungen ihn zu lesen und noch weniger ihn zu kommentieren. Ich bin wie ich bin, ich fühle wie ich fühle und ich schreibe wie ich schreibe. Wenn die Leser denken 'Ist die doof' so what? schulterzuck. es ist mir gleich. Aber wenn auch nur einer darüber nachzudenken beginnt, das Rücksicht nicht weh tun muß und der eigene Spaß auch der Spaß der anderen ist... dann ist es mehr als ich zu hoffen wage. -- Nun allgemein: Eigentlich sollte ein Kommentar zu diesem Artikel unnötig sein. Allein schon aus dem Grund, daß es für jeden ... Menschen selbstverständlich sein sollte, anderen ihre Intimsphäre zu lassen. Am einfachsten ausgedrückt ist es Respekt oder die simple Überlegung, daß man es bei sich selbst auch nicht missen möchte, klügere Leute nennen das Konzept sogar unter Grund- oder Menschenrechten. Wenn es jemandem, gleich welchen Geschlechtes, unangenehm ist, mit anderen zu duschen, dann ist das so. Niemand ist in der Position, von der Person eine Rechtfertigung zu verlangen. Ob der Wunsch von einer Erkrankung, irgendwelchen Intimitäten, oder dem bloßen Gefühl herrührt tut dabei nichts zur Sache. Ebenso wenig, ob es sich ums Duschen, Toilette, Umziehen oder sonst etwas handelt. Ganz davon abgesehen sollte es keiner Erklärungen bedürfen, um nicht verletzende Kommentare über etwas zu machen, das man in dem Moment nicht versteht und das noch dazu nun wirklich nicht die persönliche Entfaltung einschränkt, einen selbst belästigt. Je größer eine Veranstaltung ist, umso mehr ist es nötig, auch auf die Bedürfnisse der anderen Teilnehmer einzugehen. Ich habe mehrmals vor den Duschen gewartet, weil jemand seine Ruhe darin haben wollte, und hätte nicht gedacht, daß das nicht selbstverständlich sein könnte. Leider wohl doch. Glücklicherweise - das auch bitte an alle, die von dem ganzen Hin und Her hier nun von Larps vielleicht abgeschreckt werden - aber für die meisten nicht.
#5
on
2005-08-10 23:10
ja, Du hast Recht, man hat auf die Bedürfnisse anderer einzugehen. Aber nicht auf gut Glück, denn von sovielen Leuten kann ich nicht im voraus erahnen, wer wo seine Bedürfnisse hat. Ich bin nicht in ihre private 1-Personen-Dusche eingedrungen sondern eben in einen *Gemeinschafts*duschraum! Wenn dieser gerade nicht der Gemeinschaft zur Verfügung stehen kann, dann ist das dieser mitzuteilen. Das ist nicht rechtzeitig geschehen. Beste Grüße Masin
#5.1
on
2005-08-10 23:38
Das Problem war nicht das Öffnen der Tür. Das Problem war das nach der Erklärung "Hier sind Leute die damit ein Problem haben." gewollt verletzende, bedrängende Bemerkungen fielen. Diese hätten genausogut auf einen vorhandenen Zettel kommen können. Es wurde das Bedürfnis trotz Artikulation nicht akzeptiert. Und das obwohl eine wirklich kurze Wartezeit keine unzumutbare Belastung darstellen sollte. ich denke nicht, daß wir aneinander vorbeireden, aber Dir scheint nicht klar zu sein, wie man Rücksicht mit möglichst wenig Reibung einfordert. Das macht man mit rechtzeitiger und angemessener Aufforderung. Daß Besonderheiten im Verhalten immer für Witze und Frotzeleien herangezogen werden, ist schade aber nicht unbekannt - auch Dir nicht. Keine Witze zu reißen, übertriebene Rücksichtnahme sind positive Diskriminierung und mindestens genauso verdammenswert wie die negative Variante. Entsprechend antizipierendes Verhalten kann solche Auswüchse zwar nicht verhindern doch zumindest mildern. Da Du ein Interesse an entsprechend rücksichtsvoller Behandlung hast, solltest Du entsprechende Verhaltensweisen in Dein Repertoire aufnehmen. Tust Du das nicht, solltest Du Dir ein dickes Fell zulegen - kann auch nicht schaden, da es jederzeit und in jeder Situation wirkt. Aber eine Absicht zur Verletzung hinter den Kommentaren zu vermuten, läßt tief und mich in Sorge auf Dein Ego blicken. Glaub mir einfach, wenn ich Dir sage, daß Du den meisten Menschen nicht wichtig genug bist, um sich zu Beleidigungen Dir gegenüber hinreißen zu lassen. Jede Bemerkung besitzt einen Interpretationsspielraum, der selbst noch bei sorgfältigster Wortwahl groß genug ist, negativ oder gar beleidigend aufgefaßt zu werden. Es liegt an Dir selber, eine Interpretation zu wählen, die in Deinem Sinne ist. Boshaftigkeit zu unterstellen, weckt in mir die Vermutung, daß Du Dich gerne selber in die Opferrolle steckst. Wenn das in Deinem Sinne ist, dann ist jede weitere Diskussion vergeben. Nutze Deinen eigenen Entscheidungsraum zum Vorteil aller oder finde Dich mit dem Gegenwind ab. Es gibt sicherlich Menschen mit einem Grundbedürfnis an Leid, aber ich möchte mich dafür nicht instrumentalisieren lassen! Beste Grüße Masin
#5.1.1.1
on
2005-08-11 00:48
Du schriebst: "Es wurde das Bedürfnis trotz Artikulation nicht akzeptiert. Und das obwohl eine wirklich kurze Wartezeit keine unzumutbare Belastung darstellen sollte." Das Bedürfnis wurde toleriert, denn schließlich kam niemand unter die Dusche gerannt und hat es Dir verweigert. Es wurde gewartet, wenn wir auch nicht wußten wieso. Mit Worten des Witzes, des Spaßes und der Frotzelei mußt Du in solchen Fällen aber rechnen. Beste Grüße Masin
#5.1.1.2
on
2005-08-11 12:13
Beste Grüße zurück.
#5.1.2
on
2005-08-11 01:43
http://www.mela.de/archives/145-OT-Bericht-Grimboldseck-Es-haette-ein-wirklich-schoenes-Con-sein-koennen,-aber....html Die Diskussion ist grundsätzlich doch sehr unnötig, da ein Wiederholen der Situation sehr unwahrscheinlich ist, ein erneutes Treffen wie mir scheint ja auch. Jeder, der Artikel wie Kommentare gelesen hat, wird sicherlich seine eigenen Schlüsse ziehen können und sich zum Besuch des Cons entscheiden oder eben nicht; wie auch die eigentlichen Leser dieses Blogs die Worte sicherlich mit Faszination verfolgt haben werden..
#6
on
2005-08-11 02:04
Deine Bemühungen, anderslautende Meinungen zu diffamieren sind ganz nett. Mehr nicht. Trage der Diskussion etwas bei, aber sei nicht destruktiv. Ich hatte in den wenigen Augenblicken, wo Mela und ich zusammen gespielt haben, ein sehr nettes Spiel, als Spielerin akzeptiere ich sie voll und ganz - die Kommunikation über die Schiefertafel war klasse. Aber bei einem gemeinsamen Spiel, bei dem alle Abstriche in Komfort und Privatsphäre machen müssen, zählen auch menschliche, kommunikative Fähigkeiten, sog. Soft-Skills. Das bedeutet, daß man andere darüber aufzuklären hat, in welcher Situation es zu Problemen mit der eigenen Person kommen kann. Man läßt die Menschen nicht so eiskalt auflaufen. Ich hoffe, daß die Leser über genug Medienkompetenz verfügen, die Inhalte der Artikel und Kommentaren angemessen einzuordnen. Denn unnötig ist diese Diskussion offensichtlich nicht. Hier werden die Umstände kleiner Kreise (z.B. Freundeskreis, wo es selbstverständlich ist, daß man nicht ins Bad geht, wenn dort gerade eine Freundin oder ein Freund durscht) auf große Kreise übertragen, wo die Umstände es erforderten, daß von jedem Einschränkungen in Kauf genommen werden mußten - ungefragt. Abweichungen von diesen Einschränkungen sind also mitzuteilen, nicht umgekehrt. Beste Grüße Masin
#6.1
on
2005-08-11 12:10
Dein Sympathiebekenntnis in allen Ehren, aber: Nimm Dir einen Augenblick Zeit, die Augen zu schließen. Versetze Dich in die Situation, die hier geschildert wurde. Sag mir, ob Verständnis für eine solche Reaktion wirklich rechtens ist, zumal Verständnis für unsere Situation völlig fehlt. Mir geht es nicht darum, weiter Salz in Wunden zu streuen. Mir geht es nicht darum, Mela weiter zu verletzen. Mir geht es alleine darum, daß unsere Unkenntnis über ihr spezielles Bedürfnis hier ausgeschlachtet wird, wir in ein schlechtes Licht gerückt werden, wo uns von ihr nicht mal die Möglichkeit eingeräumt wurde, Rücksicht auf ihre Bedürfnisse zu nehmen und sie das noch nicht mal einsehen möchte. Da passen zwei Dinge einfach mal nicht zusammen. Man kann nicht nur fordern, fordern, fordern, man muß auch was bieten. Das wurde unterlassen. Arm ist es wohl, einfach Meinungen zu verkünden, ohne sich mit den Positionen beider Seiten auseinanderzusetzen. Arm wäre es, wenn ich Mela verspotten und verhöhnen würde. Arm wäre es, wenn ich mich hinter einem Pseudonym versteckte. Aber ich tue das nicht, wie Dir vielleicht schon aufgefallen ist. Verständnis? Tut mir leid, in meinen mittlerweile fast drei Jahrzehnten wurde sooft Verständnis eingefordert, daß ich das nicht mehr leiden kann. Das Wissen um eine Besonderheit im eigenen Benehmen ist meiner Meinung nach ein Grund, um Verständnis bei den anderen Menschen zu bitten und nicht es einfach so einzufordern. Wenn ich Vegetarier bin und an einer Gemeinschaftsküche teilnehme, dann habe ich dem Koch das vorher mitzuteilen und beschwere mich nicht im nachhinein, daß das Essen ja Fleisch enthalte! Beste Grüße Masin
#7.1
on
2005-08-11 11:55
-- Allgemein aber: Dies ist ein Blog-Artikel, natürlich ist er persönlich gefärbt. Außerdem habe ich - ganz persönlich - das Gefühl, daß Masin nicht klar ist, in welchem Blog er sich befindet. Davon abgesehen muß ich allerdings zugeben, daß diese sogenannte Diskussion hier eines der Hauptprobleme für ADS und AS leider nur mal wieder beschreibt und bestätigt, also doch nicht so vom Thema abgeht, wie ich zunächst angenommen habe. Mein Vorschlag: Mela, oder Ish,schreibt einen Blogartikel dazu. g
#8
on
2005-08-11 16:43
Faszinierend auch die Sichtweise das Normalität Pflicht ist und sich alles andere eben anzupassen oder zu entschuldigen hat. Auch das sind Meinungen, aber Meinungen die ich in meinen Wertekanon mit Sicherheit nicht als akzeptabel oder nachahmungswürdig einfügen werde. Rücksicht tut in den seltensten Fällen weh. Sich nicht lustig machen, ebenfalls nicht. Zusammen mit der unsäglichen Diskussion über die IT-Vergewaltigung ergibt sich hier für mich ein Gesamtbild, aus dem sich wiederum für mich ergibt das ich mit einigen Personen dieses Cons im Alltag keinen Umgang pflegen möchte. IT wird sich das sicher nicht immer ganz vermeiden lassen, aber ich kann es trennen. Wir werden sehen ob andere auch. Damit ist zu diesem Thema alles gesagt und ich schliesse den Beitrag für Kommentare. The author does not allow comments to this entry
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Sun, 29.11.2009 03:51
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